“Mülltrennung lohnt sich nicht!” | Mythen Montag

“Mülltrennung lohnt sich nicht, am Ende wird ja eh alles zusammen geworfen!”

Diesen Satz hast du sicherlich schon Mal gehört, oder? Jedoch ist er schlichtweg falsch! Wer seinen Müll nicht ordentlich trennt, verhindert, dass die Ressourcen unserer Erde geschont werden. Wie du vielleicht mitbekommen hast, leben wir für dieses Jahr bereits auf “Pump”. Das bedeutet unsere natürlich nachwachsenden Ressourcen sind für dieses Jahr schon aufgebraucht und wir leben auf Kosten der Ressourcen der Zukunft! Umso wichtiger ist es, weniger verschwenderisch zu leben und seinen Müll richtig zu trennen!

Denn für alle Materialien, egal ob Glas, Plastik, Papier oder Metall, gilt: Nur aus einem reinen Material kann wieder neues Material werden. Schauen wir uns das Ganze anhand eines Beispiels an. Glas kann unendlich oft wieder eingeschmolzen werden und verbraucht dabei nicht so viel Hitze wie bei der Rohstoffgewinnung und der Herstellung für neues Glas. Altglas spart also jede Menge Ressourcen wie zum Beispiel Quarzsand, Kalk, Soda und vor allem eins – Energie. Wirfst du deine Flasche in den Restmüll anstatt in den Glascontainer, verhinderst du somit, dass diese Ressourcen geschont werden!

“Der Restmüll wird sowieso nochmal nachsortiert”

Nein. Was in den Restmüll kommt, wird verbrannt. Wer also achtlos alles in den Restmüll wirft, wie zum Beispiel Papier, Bio- oder Verpackungsmüll verhindert somit, dass diese Materialien recycelt werde können. Was uns wieder zur Ressourcenverschwendung bringt. Laut Abfallwirtschaftssystemen landen bis zu 70% an falschen Wertstoffen im Restmüll, die somit alle nicht recycelt werden können.

Das heißt, je besser und sauberer der Müll in den Haushalten sortiert wird, desto besser wird ein hochwertiges Recycling ermöglicht. Und auch, wenn die Output-Recyclingquote bei Kunststoffverpackungen sehr hoch ist, lohnt es sich diese ordnungsgemäß zu trennen.

“Es ist egal, wenn der Joghurtdeckel bei Entsorgung noch am Becher klebt!”

So einfach ist das nicht. Die Deckel von Joghurtbechern oder auch von Margarinepackungen bestehen aus Aluminium. Die Verpackung selbst bestehen aus Kunststoff. Wenn die beiden Materialien nicht getrennt werden, kann der Scanner einer Müllanlage sie nicht klar identifizieren. Das bedeutet, der Joghurtbecher/die Margarinepackung wird entweder aussortiert oder nicht recycelt. Ökologisch sei es sinnvoll, Becher und Deckel zu trennen, heißt es vom Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft: Metalle wie Aluminium verbrauchten in der Herstellung extrem viel Energie, Recycling verbessert daher die Umweltbilanz enorm.

“Glas nach Farben zu sortieren ist unnötig, das wird in den Müllwägen wieder zusammengeworfen”

Auch das ist nicht richtig, Glas muss im Glascontainer nach Farben sortiert werden, das hat durchaus einen Sinn! Auch im Müllwagen landen sie nicht in einem Container. Der Müllwagen hat innen verschiedene Fächer für die unterschiedlichen Farben. Das trennen nach Farben ist wichtig, um neues Glas in entsprechenden Farben herstellen zu können.

“Deckel können mit in den Glascontainer!”

Die heutigen Anlagen schaffen es in der Tat Deckel und Kronkroken aus dem Glas zu sortieren. Aber wie du inzwischen gelernt hast, ist eine saubere Mülltrennung sehr wichtig, um Ressourcenverschwendung vorzubeugen! Daher die Kronkorken über den gelben Sack entsorgen.

Recyclingquoten

Besonders hohe Recyclingquoten haben Glas (85 Prozent), Papier (86 Prozent) und Metall (92 Prozent). Bei Kunststoff bzw. Verpackungsmüll der im gelben Sack landet liegt die Quote leider nur bei 45 Prozent, die werkstofflich verwertet wurden. Die restlichen 53 Prozent wurden verbrannt. Auswertung des Umweltbundesamtes.

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